Medikamente online bestellen – Mit Online Rezept

In Deutschland existieren 23 Apotheken pro 100.000 Einwohner. Das ist unter dem EU-Durchschnitt und die Tendenz sinkt. Ein guter Grund sich mit Versandhandel von Medikamenten im Internet auseinanderzusetzen.

Schon 3000 deutsche Apotheken besitzen die dafür nötige Lizenz und nutzen diese Möglichkeit als zusätzlichen Vertriebsweg. 150 davon setzen fast ausschließlich auf den Versand. Und das macht beides Sinn, denn laut dem Digitalverband Bitkom haben 66 Prozent der Deutschen schon mal Medikamente online gekauft und 42 Prozent tun dies sogar regelmäßig. Das liegt unter anderem daran, dass auch rezeptpflichtige Medikamente online bestellt werden können.

Diese sind so beliebt, dass sie die Hälfte der insgesamt verkauften Waren ausmachen. Weitere Gründe für das florierende Geschäft sind die gegebene Diskretion im Online-Geschäft sowie die bessere Möglichkeit den Preis zu vergleichen. Darüber hinaus wird die Zeitersparnis geschätzt.

Denn nicht nur der Weg zur Apotheke fällt weg, sondern auch der zum Arzt. Dieser kann nämlich in vielen Fällen per Videogespräch seine Diagnose stellen und im Anschluss Rezepte übermitteln.

Seit 2004 regelt das Gesundheitsmodernisierungsgesetz (GMG) den Versandhandel von Arzneimitteln in Deutschland. Grundlage dafür ist ein Urteil des Europäischen Gerichtshofs (EuGH)  von 2003. Mit diesem wurde der Onlinehandel von rezeptfreien Medikamenten gefordert. Der Umgang mit rezeptpflichtigen Medikamenten bleibt dabei jedem Mitgliedsland selbst überlassen.

Deutschland hat sich dazu entschieden, den Versand von diesen Arzneimitteln zu erlauben. Darüber hinaus sind alle Medikamenten-Versandhändler im Deutschen Institut für Medizinische Dokumentation und Information (DIMDI) registriert. Ein weiteres Merkmal für eine rechtssichere Online-Apotheke ist ein einheitliches EU-Logo in der jeweiligen Landessprache.

Ferndiagnose

Online-Apotheken unterliegen strengem Reglement

Jede Apotheke unterliegt denselben Bestimmungen. Dabei ist es egal, ob der Handel ausschließlich stationär, teilstationär oder ausschließlich online betrieben wird. Sobald ein Rezept benötigt wird, muss es vorgelegt werden. Dies entweder in Papierform oder elektronisch, wie zum Beispiel von einer Online-Arztpraxis.

Welche Vorteile habe ich als Kunde?

Ein großer Nutzen ist die Anonymität des Online-Versands. Denn in der Apotheke vor Ort kann es passieren, dass Sie auf einen Bekannten treffen. Je nach Produkt, würde dieser vielleicht ein Vorurteil über Sie fällen. Diese Gefahr besteht bei einer Online-Bestellung nicht. Seien Sie also beruhigt, wenn Ihr Nachbar das Päckchen/Paket annimmt.

Außerdem sparen Sie sich Zeit und unter Umständen auch Geld. Ein Online-Preisvergleich macht dies möglich. Zudem bleiben Sie von Orten mit hoher Ansteckungsgefahr fern.

Wie erkenne ich echte Online-Apotheken?

Beim Deutschen Institut für Medizinische Dokumentation und Information (DIMDI) sind alle Medikamenten-Versandhändler registriert. Auf dessen Website können Sie sich eine Auflistung herunterladen und nachprüfen, ob Ihre Apotheke dabei ist.

Zudem gibt es seit 2015 ein einheitliches EU-Logo, welches für Online-Apotheken vorgeschrieben ist. Mit einem Klick auf dieses, gelangen Sie zum DIMDI-Eintrag des jeweiligen Versandhändlers.

Billig-Arznei: Seien Sie wachsam!

Wenn Medikamente zu günstig sind, sollten Sie misstrauisch werden. Diese könnten gefälscht sein und somit ihre Wirkung verfehlen. Darüber hinaus ist Skepsis ebenfalls angebracht, wenn verschreibungspflichtige Medikamente ohne Rezept angeboten werden oder auf der Website kein Impressum zu finden ist. Achten Sie hierbei auch auf die Nennung der zuständigen Apothekerkammer.

Rechtliches zum Arzneimittelversand in der Europäischen Union

Andere Länder, andere Sitten. So lautet ein bekanntes Sprichwort, welches auch für den Umgang mit Online-Apotheken in der Europäischen Union gilt. In Deutschland wurde schon vor einiger Zeit geregelt, dass Medikamente aller Art online erworben und versendet werden dürfen.

Hierfür wurde das Arzneimittelgesetz angepasst. Dies sollte die Wettbewerbs-Möglichkeiten entfalten und im ländlichen Raum den Mangel an Apotheken ausgleichen.

Trotz der national unterschiedlichen Regelungen gilt die freie Arztwahl EU-weit und somit sind die jeweiligen Rezepte überall gültig. So können Sie zum Beispiel in Großbritannien von der populären Telemedizin profitieren, die bei einfacheren Behandlungen zum Einsatz kommen. Entweder als Online-Sprechstunde oder in Form eines Fragebogens.

Bekomme ich verschreibungspflichtige Medikamente ohne Rezept?

Ob online oder stationär, verschreibungspflichtige Arznei darf nur mit einem Rezept verkauft werden. Andernfalls missachtet die Apotheke § 43 Abs. 3 und § 48 des Arzneimittelgesetzes und kann rechtlich belangt werden. Geahndet wird das mit einer Geldstrafe oder sogar einer Haftstrafe.

Zudem wird hier das Wettbewerbsrecht gebrochen. Denn die Apotheke hat dadurch einen Vorteil gegenüber den rechtschaffenen Mitbewerbern. Im schlimmsten Fall kann ein Berufsverbot erteilt werden.

Gibt es ein Schlupfloch für die Bestellung von rezeptpflichtigen Medikamenten ohne Rezept?

Selbst Apotheken in Ländern außerhalb der EU, dürfen Ihnen ohne Rezept keine verschreibungspflichtigen Medikamente zukommen lassen. Vor allen Dingen kennen Sie wahrscheinlich nicht die gesetzlichen Vorschriften in diesen Ländern.

Vielleicht machen Sie sich dort alleine schon mit der Bestellung strafbar. Darüber hinaus könnten die Medikamente nicht den EU-Standards entsprechen und Ihnen somit mehr schaden als helfen.

Nutzen Sie deshalb lieber das Angebot einer Online-Klinik mit dazugehörigem Fachpersonal.

Der Fragebogen sowie das mögliche Videotelefonat sind schnell erledigt. In Deutschland ist diese Methode zwar nicht so populär, aber mit ein paar Englischkenntnissen, finden Sie in Großbritannien sicher ein Ihnen passendes Angebot. Der Vorteil dabei ist auch, dass der Arzt geprüft hat, ob sie das Medikament vertragen.

Sind Online-Apotheken und Online-Kliniken aus der EU seriös?

Grundsätzlich lässt sich sagen, dass Versandapotheken sowie Online-Kliniken aus der europäischen Union seriös und sicher sind. Das einheitliche EU-Sicherheitslogo für die Apotheken belegt, dass Vorschriften eingehalten werden. Ebenso unterliegen die digital konsultierbaren Kliniken bestimmten Verordnungen.

Zu guter Letzt kann Ihnen ihr gesunder Menschenverstand helfen. Wenn Sie beispielsweise etwas beim Verordnungsprozess komisch finden, also den Fragebogen oder die Video Anamnese, können Sie ja zu einem anderen Arzt gehen.

Manchmal finden Sie sogar Apotheke und Klinik in einem. Das spart Zeit, kann aber auch bedeuten, dass Sie Medikamente bekommen, von denen der Anbieter am meisten profitiert. Zertifizierung hin oder her. Bleiben Sie also wachsam und hören Sie auf Ihr Bauchgefühl!

Gibt es seriöse Online-Apotheken, die verschreibungspflichtige Medikamente ohne Rezept anbieten?

Egal in welchem Land Sie sind, sobald etwas verschreibungspflichtig ist, aber ohne Rezept erworben werden kann, sollten Sie Abstand davon nehmen. Rezeptpflichtige Arznei ist nämlich vom Staat reguliert und darf nur mit einer Verordnung herausgegeben werden. Dieser Handel ist somit illegal und unter Umständen gefährlich. Und wenn nicht für ihre Gesundheit, dann vielleicht für ihr Portmonee.

Denn entweder sind diese Medikamente überteuert oder Sie bekommen Ihre Bestellung erst gar nicht. Somit bleiben Sie im schlimmsten Fall auf den Kosten sitzen. Den Händler vor Gericht zu bringen, wird dann ein fast unmögliches Unterfangen. Insbesondere, wenn er nicht aus dem Europäischen Wirtschaftsraum kommt.

Letztendlich können sogar Sie selbst zum Kriminellen werden. Sollte der Zoll Ihre Bestellung entdecken, drohen Ihnen eine Geldstrafe und der Entzug der Ware.

Welche Gefahren haben rezeptfreie Bestellungen?

In Deutschland ist die Hälfte der verkauften Apothekenwaren rezeptfrei. Es tummeln sich also auch hier viele schwarze Schafe. Wenn Sie aber ein paar Dinge beachten, sollte einer sicheren Bestellung nichts im Wege stehen.

Tipps für die sichere Online-Bestellung von Medikamenten

Achten Sie zuallererst auf Ihren Eindruck. Denn online lässt sich nicht immer gut nachvollziehen, wer hinter dem Handel steckt und wo die Arzneimittel bezogen werden. Schauen Sie also am besten in das Verzeichnis der DIMDI und recherchieren Sie nach Tests sowie Kundenbewertungen. Ein eindeutiges Indiz für fehlende Seriosität ist ein Angebot von rezeptpflichtigen Medikamenten ohne Rezept zu versenden.

Selbst wenn die rezeptfreien Medikamente einen guten Eindruck machen. Der Händler ist nicht vertrauenswürdig. In solchen Fällen sitzen die Händler oft außerhalb des europäischen Wirtschaftsraums und probieren Diätpillen sowie Potenzmittel in die EU zu liefern. Das ist ebenso ein klarer Grund, um von so einem Händler Abstand zu nehmen.

Arzneimittel per Rechnung bezahlen

Wenn Sie Medikamente auf Rechnung zahlen können, spricht das auf den ersten Blick für den Händler. Denn bei dieser Zahlungsmöglichkeit bekommen Sie erst die Ware und bezahlen dann. Allerdings kann das auch ein Trick von unseriösen Anbietern sein, die Ihnen durch Ihre erste Bestellung vorgaukeln wollen, dass Sie es mit einem seriösen Unternehmen zu tun haben. Ziehen Sie also noch zusätzliche andere Merkmale heran, um sich abzusichern.

Medikamente für die Männergesundheit

Erektionsstörungen

Impotenz betrifft oft Männer höheren Alters und mindert die Lebensqualität. Präparate wie Viagra können da Abhilfe schaffen. Es kann aber auch empfehlenswert sein, Sildenafil (Generika von Viagra), Cialis, Tadalafil (Generika von Cialis), Spedra oder Levitra zu nutzen.

Potenzmittel

Diese können meistens nach der Beantwortung eines medizinischen Fragebogens verschrieben werden. Das ist aber alles abhängig von Dosierung, Diagnose und der Empfehlung Ihres Arztes beziehungsweise Ihrer Ärztin.

Achten Sie in jedem Fall darauf, dass Sie keine Fälschung erhalten. Beispielsweise haben die Original-Verpackungen von Viagra eine Chargennummer sowie eine Braille-Inschrift.

Ausfall der Haare beim Mann

Je älter der Mensch wird, desto weniger Haare hat er meistens. Insbesondere trifft das die Männer. Bis zu 50 Prozent von diesen bekommen den Haarausfall durch das körpereigene Testosteron und seinen Nebenprodukten. Für die Diagnose von veranlagtem Haarausfall reicht es, wenn Sie einen Arzt online konsultieren. Dieser kann dann Propecia und Finasterid (Generikum von Propecia) verschreiben.

Finasterid online

Medikamente für die Frauengesundheit

Verhütung

Die Anti-Baby-Pille ist das bekannteste Verhütungsmittel für Frauen. Dementsprechend gibt es einige Präparate wie zum Beispiel Valette, Cerazette, Maxim, Yasmin und Chariva. Darüber hinaus gehören auch Verhütungsringe und Verhütungspflaster hormonelle Verhütungsmethoden. Online überprüft der Arzt den Fragebogen und verschreibt dann das entsprechende Mittel.

Antibabypille

Und wenn der Verdacht besteht, dass Sie ungewollt schwanger sind, können Sie sich die Pille danach verschreiben lassen. Beispielsweise ist die PiDaNa von HRA Pharma auch online verschreibbar und ebenso können Sie sie bestellen. Hierbei ist darauf zu achten, dass die Tablette bis drei Tage nach dem Geschlechtsverkehr eingenommen werden muss.

Dies ist bei den meisten Notfall-Verhütungsmitteln der Fall. Das Medikament EllaOne, ebenfalls von HRA Pharma, lässt sich noch bis zu fünf Tage nach dem Geschlechtsverkehr einnehmen und ist zudem verschreibungsfrei.

Migräne

Diese Art von Kopfschmerzen betrifft Frauen fünfmal so oft wie Männer. Insgesamt leidet jeder zehnte Einwohner darunter. Zur Behandlung dieser Krankheit wird oft der Wirkstoff Triptane verschrieben.

Dieser ist oft zur Behandlung von Migräne in Nasensprays oder in orodispersible Tabletten zu finden. Letztere geben schon im Mund ihren Wirkstoff frei. Beide Varianten sind somit gut für die Migräne geeignet, da diese oft mit Übelkeit einhergeht.

Wie Sie Viagra mit Online-Rezept kaufen – ein Beispiel

Warum kann ich Viagra kaufen?

Viagra ist ein zugelassenes Medikament gegen Potenzstörungen. Da viele Männer im Alter unter diesen leiden, hat das Unternehmen Pfizer das Präparat entwickelt.

Wie kann ich Viagra online kaufen?

Sie suchen sich eine Online-Apotheke Ihrer Wahl und bestellen Viagra im Online-Shop. Die nötige Verschreibung erhalten Sie vom Arzt in Papierform oder nutzen die Möglichkeit der Online-Arztpraxen.

Kann ich Viagra ohne Rezept kaufen?

Ohne ein Rezept können Sie Viagra nur illegal erwerben. Und dort bekommen vielleicht Fälschungen oder gar nichts. Gehen Sie also auf Nummer sicher und lassen Sie sich Viagra offiziell verschreiben.

Viagra auf Rechnung Schweiz

Ist es sicher Viagra von Online-Kliniken zu kaufen?

In der EU sind solche Einkäufe im Regelfall sicher. Achten Sie aber auf jeden Fall auf das einheitliche Sicherheitslogo der EU und schauen Sie sich Nutzerbewertungen sowie Tests an.

Wie bezahle ich in Online-Kliniken?

Die online am meisten verbreitete Bezahlmöglichkeit ist die Kreditkarte. Aber auch Klarna, Sofortüberweisung, PayPal sowie der Lastschrifteinzug sind mögliche Zahlungsmethoden einer Online-Klinik. Informieren Sie sich bei der Online-Klinik Ihrer Wahl sowie bei Ihrem Zahlungsdienstleister nach möglichen Gebühren. Auslandstransaktionen unterliegen gegebenenfalls Sonderregelungen.

Quellen:

  1. EU-Sicherheitslogo: Klicken – Prüfen – Kaufen. In: Bundesverband Deutscher Versandapotheken (BVDVA). URL: bvdva.de, abgerufen am 26. Juni 2018.
  2. Yuki Schubert: Freie Arztwahl für EU-Bürger. In: Pharmazeutische Zeitung online: Fachzeitschrift im Internet für Pharmazie, Medizin, Gesundheitspolitik und Wirtschaft. Herausgeber: Avoxa – Mediengruppe Deutscher Apotheker GmbH Beitrag erschienen in Ausgabe 44/2013. URL: pharmazeutische-zeitung.de, abgerufen am 26. Juni 2018.
  3. Internet – Erneut Arzneimittelfälschungen entdeckt. In: Deutsche Apotheker Zeitung. DAZ 2008, Nr. 8, S. 26, 21.02.2008. URL: deutsche-apotheker-zeitung.de, abgerufen am 26. Juni 2018.
  4. Rx-Versand ohne Rezept. In: Deutsche Apotheker Zeitung. AZ 2009, Nr. 42, S. 3, 12.10.2009. URL: deutsche-apotheker-zeitung.de, abgerufen am 26. Juni 2018.
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